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Das ist Chefsache!
Was erfolgreiche Führungspersönlichkeiten wirklich auszeichnet
Laut ersten Ergebnissen einer Onlinebefragung des Internetportals business-wissen.de sind Chefs in Deutschland der Kündigungsgrund Nummer 1. Nur 20 Prozent der Teilnehmer zeigten sich in punkto Vertrauen, Akzeptanz, Fairness und Aufgabenmanagement zufrieden mit ihren Vorgesetzten, 56 Prozent waren unzufrieden, 23 Prozent gaben ihren Chefs gar die schlechteste mögliche Bewertung. Bittere Ergebnisse in einer herausfordernden Zeit wie dieser, in der wir nichts dringender brauchen als erfolgreiche Unternehmen und motivierte, leistungsbereite Mitarbeiter.
Kritisieren lässt sich freilich leicht. Doch wie genau soll er denn aussehen, der ideale Chef? Über welche Charaktereigenschaften sollte er verfügen? Welchen Führungsstil pflegen?
Den Chef als Kumpel, das wollen tatsächlich die wenigsten. Klarere Zielvorgaben wünschen sich viele, mehr Selbstständigkeit im operativen Arbeiten und mehr Bestätigung für erbrachte Leistungen. Wie oft im Leben geht es also auch hier um Vertrauen und Anerkennung.
Was ein guter Chef können und darstellen muss, das fassen Experten gerne unter dem Begriff der "Führungskompetenz" zusammen. Dazu gehören selbstredend fachliche Kompetenzen, eine eigene Erfolgsgeschichte, aber auch konzeptionelle Fähigkeiten und wichtige "soft skills".
Ein gutes Maß an Delegationskompetenz zum Beispiel. Denn wer glaubt, eine Sache nur selbst gut erledigen zu können, verzettelt sich nicht nur häufig, er ist auf dem Chefsessel definitiv fehl am Platz. Nach der Formulierung klarer Zielvorgaben gilt es, Mitarbeitern anstehende Aufgaben zu delegieren und bei deren Erledigung zu vertrauen. Der Chef hat hier nurmehr Controllingfunktionen.
Entscheidungen erfordern Mut
Ebenso wichtig im Ranking der "skills": die Entscheidungskompetenz. Eine gute Führungskraft muss den Mut aufbringen, Entscheidungen zu treffen - auch wenn diese nicht immer populär sind. Manchmal ist schlicht auch keine Zeit, alle Seiten zu beleuchten, alle Stimmen zu hören und alle Eventualitäten auszuschließen. Zum Entscheiden gehören immer auch eine Portion Mut, Selbstvertrauen und Intuition.
Entscheidend für den Erfolg einer Führungskraft ist es ebenso, ob es ihr gelingt etwaige Konflikte in der Organisation zu managen. Nur wer Respekt vor anderen und die Bereitschaft zum Perspektivwechsel hat, kann letztlich erfolgreich führen. Das beinhaltet auch die Fähigkeit, mit Kritik an der eigenen Person souverän umzugehen.
Inspirationsquelle für andere sein
Eine wichtige Eigenschaft erfolgreicher Führungskräfte gerät in Zeiten wie diesen verstärkt in den Fokus: die Fähigkeit, andere zu inspirieren und zu motivieren.
So gelingt es guten Führungskräften auch in Zeiten von Krisen und wirtschaftlichem Umbruch motivierende Ziele zu vermitteln, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für eine Idee, ein Projekt zu begeistern. Wie in vielen anderen Bereichen, so gibt der Sport auch hier ein spannendes Beispiel: Führungsspieler in Erfolgsteams spornen ihre Mitspieler zu Höchstleistungen an, inspirieren sie und besitzen das uneingeschränkte Vertrauen der Mannschaft. Sie geben die Vision vor und erbringen so im Team oft Außergewöhnliches. Auch im Unternehmen braucht der einzelne ein lohnendes Ziel vor Augen. Und das Gefühl: Ich bin wichtig. Ich kann mit meiner Leistung das Ergebnis positiv beeinflussen.
Sie möchten eine Führungsrolle übernehmen?
Dann sollten Sie gezielt an Ihrer Führungskompetenz arbeiten:
Hinterfragen Sie zunächst Ihre Motivation, eine Führungsaufgabe zu übernehmen und was Sie dafür mitbringen.
Wollen Sie tatsächlich Verantwortung für andere übernehmen?
Können Sie Entscheidungen treffen?
Und wie ist es um Ihre Fähigkeit zum Konfliktmanagement bestellt?
Fragen Sie sich, wie Sie Ihre Führungskompetenz gezielt ausbauen können und wer Sie dabei unterstützen kann (Coach, Mentor).
Über den Autor
Jörg Löhr zählt seit Jahren zu den angesehensten Management- und Persönlichkeitstrainern im deutschsprachigen Raum. Er ist Autor zahlreicher Bücher, u.a. der Bestseller "Lebe deine Stärken!" und "Einfach mehr vom Leben". Sein aktueller Ratgeber heißt "Projekt Gold". Jörg Löhr vermittelt hier gemeinsam mit Handballnationaltrainer Heiner Brand authentisch vermittelt, wie Spitzenleistung entsteht und welche Lehren wir alle aus dem Erfolgsmodell Sport ziehen können.
Jörg Löhr ist Lehrbeauftragter der Universität Augsburg und wohl Deutschlands gefragtester Referent. Im Jahr 2006 wurde er im Alter von nur 45 Jahren zur Ehrung seines Lebenswerks in die Hall of Fame der German Speakers Association aufgenommen.
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